Pflegeberatung Vetera Care
individuell unabhängig kompetent
Grundsätzlich erhält nicht jeder Mensch, der im Alltag Hilfe und Unterstützung benötigt, Leistungen aus der Pflegeversicherung. In der Praxis führt dies oft zu Missverständnissen und nicht erfüllten Erwartungen. Bevor überhaupt geprüft wird, ob jemand einen Anspruch aus der Pflegeversicherung hat, müssen mehrere formale Leistungsvoraussetzungen erfüllt sein.

In Deutschland geht nichts ohne einen Antrag und im Besonderen gilt das, wenn man Leistungen vom Staat erhalten möchte.Die Bedingungen für die Erlangung von Pflegeleistungen (Pflegesachleistungen, Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegepersonen, Kombinationsleistungen u.a.) sind im SGB XI § 33 (1) eindeutig geregelt:

„Versicherte erhalten die Leistungen der Pflegeversicherung auf Antrag. Die Leistungen werden ab Antragstellung gewährt, frühestens jedoch von dem Zeitpunkt an, in dem die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Wird der Antrag später als einen Monat nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit gestellt, werden die Leistungen vom Beginn des Monats der Antragstellung an gewährt. Die Zuordnung zu einem Pflegegrad und die Bewilligung von Leistungen können befristet werden und enden mit Ablauf der Frist.“

Des weiteren heißt es im Absatz 2:

„Anspruch auf Leistungen besteht, wenn der Versicherte in den letzten zehn Jahren vor der Antragstellung mindestens zwei Jahre als Mitglied versichert oder nach § 25 familienversichert war. Zeiten der Weiterversicherung nach § 26 Abs. 2 werden bei der Ermittlung der nach Satz 1 erforderlichen Vorversicherungszeit mitberücksichtigt. Für versicherte Kinder gilt die Vorversicherungszeit nach Satz 1 als erfüllt, wenn ein Elternteil sie erfüllt.“

Wichtig zu wissen: Die Zahlungen der Vergangenheit in die Pflegeversicherung müssen nicht in einem Stück erfolgt sein.

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